Nach ein paar Tagen Pause melde ich mich nun wieder.Ich habe wirklich riesiges Glück gehabt, da mein Mitbewohner Kinder in meinem Alter hat, die so nett waren mich mit auf die Piste zu nehmen. Nachdem ich am Mittwoch nur extrem-strand-chilling betrieben hab, bin ich am Donnerstag nach Barcelona reingefahren und hab zuerst die Ramblas unsicher gemacht, wie sich das für einen Touristen gehört. Dann gabs die erste Pause am Wasser, wo sich ein großer Schwarm ca 20-30 cm langer Fische tummelte. Vom wasser ging es zu Kathedrale Santa Maria del Mar, über deren Erbauung ich gerade ein Buch lese und die ich deshalb quasi besuchen musste. Von der Kathedrale ging es dann in Jugendstilviertel, wo ich Gaudi's Bauwerke bestaunen konnte. Auch die Sagrada Familia habe ich mir angeschaut, aber die 10 € Eintritt waren mir dann doch zu viel. Vielleicht schaue ich sie mir mal an, wenn ich Besuch habe. Nach ca. 6 Stunden laufen durch Barcelona fiel ich dann müde in einen Halbschlaf im Zug. Am Freitag wurde dann erstmal ausgeschlafen. Nach einem kurzem Strandaufenthalt musste ich einkaufen gehen und den Kühlschrank wieder auffüllen, da mein Mitbewohner aus dem Urlaub zurück kam. Am Abend bin ich dann mit seinem Sohn und dessen Freunden, erst in eine Bar und dann in eine Disco gegangen. Dabei sind mir für deutsche Verhältnisse komische Sachen passiert. Als erstes habe ich mir in der Bar ein großes Bier bestellt, aber ich habe ein 0,33 er bekommen. Als ich es umtauschen wollte, sagte mir Adrian, der Sohn meines Mitbewohners, dass 0,3 schon die großen Flaschen sind, da sie größer sind als die Quintos, was so viel wie Fünftel bedeutet. Und ohne Mist...es gibt dort wirklich 0,2 l Flaschen. In der Disco gab es dann die nächste Überraschung. Während es in Deutschland gelegentlich gibt, dass man bis 23 Uhr 2 Getränke zum Preis von einem bekommt, oder wenn man bis 23 Uhr kommt weniger Eintritt bezahlen muss, so ist das hier alles ein wenig verschoben. In dem Club galten diese Regeln bis um 2, aber so richtig voll wurde der Club erst gegen 4, wobei er vorher auch schon recht gut besucht war. Und auch die Musikzusammenstellung war eigenartig, da sowohl Drumm n Bass, Rammstein und Justice auf einem Floor gespielt wurden...Aber abwechslung hat ja noch keinem geschadet. Gestern war ich mit Amanda, der Tochter, und ihren Freunden weg. Die erste Frage die mir von Carlos, einem ihrer Freunde gestellt wurde, war: Willst du Playstation spielen. wir haben pro evo...und ich fühlte mich prompt wie zu Hause.
Naja danach sind wir noch in eine Bar gegangen und haben ein wenig gefeiert. Heute waren wir Fussball spielen, aber danach bin ich nicht mit den anderen in die Bar gegangen, weil ich morgen früh aufstehen muss...Erster Arbeitstag!!! Mal schauen wie das wird. Ich bin gespannt.
Sonntag, 31. August 2008
Dienstag, 26. August 2008
Kulturschock
Hmmm...die Überschrift sagt ja schon fast alles. Heute bin ich das erste mal in die große Stadt gefahren um solche Sachen wie Handykarte etc. zu erledigen. Im Zug habe ich gleich meinen Mitbewohner mit seinen beiden Kindern getroffen, die mich während der 30-minütigen Fahrt bis zum Placa de Catalunya unterhalten haben. Dann gings ab in einen, für meine Verhältnisse, riesigen Elektrostore, wo zwar Prepaid-Sim-Karten ausverkauft waren, dafür hatten sie Tokio Hotel Alben en masse. Und zwar nicht nur das deutsche Album, an das wir uns mittlerweile gewöhnt haben, nein auch ein englischsprachiges Album, welches bei den Bestsellern einsortiert war, gab es und wurde auch gleich, vor meinen Augen, begeistert vpn 14-jährigen aus dem Regal gerissen.
Nach dem ich meine kurze Schockstarre abgeschüttelt hatte, ging ich zum gegenüber liegenden Kaufhaus, bei dem ich dann in der, ich glaube, 9ten Etage Mobiltelfone fand. Nach 20-minüter Beratung, die sich auf wenig Sprache und viel Gestik beschränkte, hatte ich dann auch meine neue Simkarte und eine neue deutsche Bekannte, die an dem Handy-Stand direkt hinter mir stand...mit Carmen, wie die Chemie-Studentin/praktikantin hieß schlenderte ich noch kurz durch Barcelona, bevor ich nach hause fuhr und ins wunderbar warme Mittelmeer sprang. Es ist warm, es ist blau und es ist super salzig. Doch auch dadurch ließ ich mir den Tag nicht verderben..denn alles in allem war er sehr schön
Nach dem ich meine kurze Schockstarre abgeschüttelt hatte, ging ich zum gegenüber liegenden Kaufhaus, bei dem ich dann in der, ich glaube, 9ten Etage Mobiltelfone fand. Nach 20-minüter Beratung, die sich auf wenig Sprache und viel Gestik beschränkte, hatte ich dann auch meine neue Simkarte und eine neue deutsche Bekannte, die an dem Handy-Stand direkt hinter mir stand...mit Carmen, wie die Chemie-Studentin/praktikantin hieß schlenderte ich noch kurz durch Barcelona, bevor ich nach hause fuhr und ins wunderbar warme Mittelmeer sprang. Es ist warm, es ist blau und es ist super salzig. Doch auch dadurch ließ ich mir den Tag nicht verderben..denn alles in allem war er sehr schön
Montag, 25. August 2008
Endlich da
So, 25.08. 18:38 fuhr mein Zug in Vilassar de Mar ein. Einem kleinen verträumten Dorf, 20 km vor Barcelona. Der Zug führte mich vom Flughafen fast ausschließlich am Strand entlang zu meinem vorläufigen zu Hause. Ich wohne mit dem Vorsitzenden des Kirchgemeinderates zusammen, der hier alleine in einer 5 Zimmerwohnung mit einer Terasse mit Meerblcik wohnt. Es ist eine schöne Wohnung und ich hab aus meinem Zimmer sogar ein ungesichertes W-Lan netz zur Verfügung. Auch wenn das Elend langsam ist, reicht es um hier noch einen nächtlichen Eintrag zu machen. Dazu muss ich aber mein Laptop auf das äußere Fensterbrett stellen, weil die Verbindung sonst zu lausig wär...Barcelona hält was es verspricht, es wird ein Abenteuer. Mal schauen, wie es dann morgen wird, wenn ich mich das erste Mal an den Strand und in da City begeben werde. Hoffentlich entspannter, als die letzten Tage...
Gedanken auf dem Flug
Ich sitze gerade im Flugzeug und denke über die vergangenen Tage und die Zukunft nach. Die nächsten 10 Monate werde ich also in Barcelona verbringen?! Realisiert habe ich den Abschied noch nicht, auch nichts als ich gestern nacheinander meine besten Freunde verabschiedet habe. (Was ich ganz ohne Tränen zu vergießen souverän über die Bühne gebracht habe!!!) Trotzdem fällt es mir schwer, die Menschen, die mir in den letzten Monaten/Jahren immmer zur Seite gestanden haben und mir ein ereignissreiches Leben beschert haben, hinter mir zu lassen. Doch wegen der ganzen Hektik und des ganzen Stress der letzten Tage konnte ich mir auch wirklich noch keinen Kopf darüber machen, wie es weiter geht. Die nervigen Gepäckabfertigungsfuzis haben ihren Teil dazu beigetragen, das die Hektik vorm Abflug ihren Zenit erreichte, als sie mir sagen wollte, dass mein Handgepäück zu groß sei und ich doch nochmal ein hohen 2-stelligen Betrag zahlen müsste, aber Papi hat das dann alles geregelt. Doch ab jetzt muss ich selber alles regeln... In 7 Tagen beginnt mein Dienst und bis dahin muss ich noch viel regeln. Zuallererst will ich mich um einen Sprachkurs kümmern, denn als die spanische Ansage im Flugzeug, welche akkustisch einwandfrei zu verstehen war, kam, kam mir alles sehr spanisch und unverständlich vor. Auch in Punkto Internet besteht Handlungsbedarf, denn ohne bin ich nur ein halber Mensch. Mal schauen, das kann ich ja alles in den nächsten Tagen erledigen. Das wird schon werden.
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